Nachfolgend erläutere ich Ihnen in meinem 6-Punkte-Plan, welche Themen mir für Strullendorf und die Gemeindeteile wichtig sind:

Wahlkampfpunkte

Haushaltsdisziplin

An erster Stelle steht für mich die Sanierung der kommunalen Finanzen durch einen sparsamen Umgang mit den Einnahmen und die Gewinnung neuer finanzieller Ressourcen, um die wesentlichen kommunalen Aufgaben zukünftig weitestmöglich aus eigener Kraft stemmen zu können. Zudem geht es darum, Rücksicht auf das zu nehmen, was wir unseren Kindern und Enkelkindern hinterlassen.

Im Kern: „Gib nur so viel aus, wie du auch einnimmst.“

Hier sind meine Ideen für ein zukunftsfähiges Strullendorf:

• Eine „effiziente“ Verwaltung mit sinnvollen Hierarchien arbeitet produktiv und bürgernah.

• Die Tätigkeiten im Ehrenamt und der Gesellschaftsarbeit können nicht hoch genug geschätzt werden. Wir sollten das unterstützen, letztendlich wird dadurch der Gemeinde Arbeit abgenommen.

• Eine vorausschauende Haushaltsplanung ist wichtig. Bei größeren Investitionen wird eine Folge-Kosten-Berechnung und -Analyse vorgenommen. Die betriebswirtschaftliche Kostenrechnung ist auszubauen.

• Ich bin für ein konsequentes Handeln nach dem Verursacherprinzip.  Kosten für Leistungen, die speziell einigen wenigen Einwohnern zugute kommen, werden konsequent eben diesen Bürgerinnen und Bürgern in Rechnung gestellt.

• Eine zu entwickelnde Einnahmequelle ist die Entwicklung und Vermarktung von Bauland auf kommunalen Flächen, sowie eine aktive Wirtschaftsförderung.

• Durch eine konsequente und maximierte Ausschöpfung der Fördermittel kann auch die Einnahmeseite verbessert werden.

– so gehe ich die finanziellen Herausforderungen an.

Soziale Verbundenheit

In Strullendorf und den dazugehörigen Ortschaften schätzen die Menschen die gewachsenen Strukturen. Für mich und meine Mitstreiter*Innen gilt es, mit bedarfsgerechten Konzepten die aktuellen Herausforderungen zu meistern, damit der ländliche Bereich für alle lebens- und liebenswert bleibt.

Deswegen setze ich mich ein für:

• Mehr Transparenz bei den Vorhaben der Gemeinde – und das schon im Vorfeld von anstehenden Entscheidungen.

• Eine bürgernahe Verwaltung, Bürgersprechstunden in den Ortsteilen, sowie eine Optimierung der technischen Kommunikation – mobiles Rathaus.

• Generationenübergreifende Siedlungsentwicklung, was auch eine gute Nahversorgung voraussetzt; hier liegt mir sowohl die Unterstützung der älteren Generation, als auch die Förderung der Jugend und die Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur und der sozialen Netze für alle Bürgerinnen und Bürger am Herzen.

• Umweltschutz und der Erhalt unserer Schöpfung sind für mich selbstverständlich, dies werden wir aber immer mit sozialem Ausgleich verbinden.

• Die Förderung und der Erhalt der Musikschule.

• Ein funktionsfähiges Quartiersmanagement sowie, ein Generationenbüro / Seniorenbeautragte*r / Behindertenbauftragte*r / Gleichstellungsbeauftragte*r.

 – all das steht auf meiner Agenda.

Lebendige Demokratie und Führungskultur:
Netzwerk für Lebendige Demokratie

Wir leben in Zeiten des Wandels, aus diesem Grund liegt mir die Mitwirkung der Bevölkerung am Herzen. Dies ist keine platte Aussage, es ist vielmehr eine Notwendigkeit, damit wir auch in Zukunft ein friedliches und menschenwürdiges Zusammenleben – ohne Fremdenfeindlichkeit und soziale Spannungen – genießen können.

Dafür brauchen wir:

• Zukunftsdialog – die Durchführung von Zukunftswerkstätten.

• Unterstützung von demokratischen Jugendinitiativen.

• Frühzeitige Einbeziehung von Bürgerinnen und Bürgern in gemeindliche Planungsprozesse, über das gesetzlich geforderte Maß hinaus.

• Eine offene Diskussionskultur zwischen den Verantwortungsträgern aus Wirtschaft, Gewerkschaft, Politik, Kirchen, Landwirtschaft, Verbänden und aller Bürgerinnen und Bürger.

 – das wird in Zukunft wichtiger sein denn je.

Die Führungskultur innerhalb des Rathauses

Damit meine zukünftigen Kolleginnen und Kollegen im Rathaus einschätzen können, was mit mir als ihrer Bürgermeisterin auf sie zukommt, habe ich hier einige Vorschläge, die wir gerne gemeinsam in einer lebendigen Arbeitsgemeinschaft ausbauen können. Bürgernähe setzt auch eine ineinandergreifende Zusammenarbeit des eigenen Teams voraus.

Diese Themen werde ich gemeinsam mit den Mitarbeitenden und dem Personalrat bearbeiten:

• Auf welchem Fundament steht die Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?

• Als wie sinnvoll empfinden sie ihre Arbeit?

• Wie stark identifizieren sie sich mit unserer Gemeinde?

• Wie hoch ist das Vertrauen untereinander und zu den Vorgesetzten?

• Wie zeigt sich unsere Wertschätzung in Bezug auf die Arbeits-und Lebensleistung der Einzelnen?

• Welche Erfolgserlebnisse haben unsere Mitarbeitenden?

• Welche Prioritäten und Entwicklungswünsche gibt es?

• Welches Menschenbild haben sie in Bezug auf die Bürgerinnen und Bürger?

– das wird für mich eine Daueraufgabe sein.

Gemeinsames Umweltbewusstsein

Wir alle stehen vor wachsenden Herausforderungen in Bezug auf die Klima-und Umweltveränderungen. Wichtig ist es für mich, gute Kompromisse zu finden zwischen den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen der Zeit und den Bedürfnissen unserer Mutter Natur.

Eine konsequente Umsetzung folgender Maßnahmen werde ich mit den Bürgerinnen und Bürgern gemeinsam angehen und dabei immer darauf achten, dass niemand über Gebühr belastet wird:

• Weitsichtiger Umgang mit den Ressourcen innerhalb unserer Gemeinde (Flächenverbrauch, Energieverbrauch).

• Effiziente Nutzung der vorhandenen Ressourcen.

• Verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien.

• Verbesserung der eigenen CO2 Bilanz.

• Sicherheit im Straßenverkehr für alle Verkehrsteilnehmer: Radwege und Tempoüberwachung.

• Durch unsere eigenen Umweltschutzmaßnahmen erhalten wir auch zusätzliche Förderungen (und ggf. auch Auszeichnungen/Umweltsiegel etc.).

• Die Schaffung von Arbeitsplätzen muss förderlich sein für den Schutz aller Menschen, Tiere, Pflanzen (kurz: aller Ökosysteme) unserer Gemeinde.

• Benennung einer*s Umweltbeauftragten.

– das werde ich mit der Hilfe von Allen schaffen.

Hand in Hand mit der Wirtschaft

Neben den Aufgaben, die wir in Verantwortung für die uns nachfolgenden Generationen haben, steht für mich die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in der Gegenwart als zentrales Thema auf meiner Arbeitsliste. Auch hier setze ich auf eine offene Diskussionskultur. Meine Hauptaufgabe als Bürgermeisterin sehe ich von Beginn an vor allem darin, genau hinzuhören und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger wahrzunehmen. Dazu gehört die Verzahnung aller Verantwortlichen aus Wirtschaft, Gewerkschaft, Politik, Kirche, Landwirtschaft und den Verbänden.

Schon in einer der ersten Wahlkampfdiskussionen mit Gewerbetreibenden aus Strullendorf und unserem Bundestagsabgeordneten Andreas Schwarz ging es deswegen um die Verkehrsanbindung im Gewerbegebiet, um neue bebaubare Gewerbe-und Industrieflächen.

Es gilt den sozialen Frieden zwischen allen Bevölkerungsgruppen zu wahren.

So kann die Zusammenarbeit zwischen Gewerbe und Gemeinde gewinnbringend und nachhaltig zu Zufriedenheit und Wohlstand führen.

Strullendorf hat viel zu bieten – wenn wir es gemeinsam zukunftssicher gestalten.

In den kommenden Wochen haben Sie die Möglichkeit, mich persönlich näher kennen zu lernen. Bitte beachten Sie dabei die hier und im Gemeindeblatt angezeigten Veranstaltungshinweise.

Ich freue mich auf Sie,

Ihre

Heike Bollwien